Weiterbildung Gestalt-Systemische Aufstellungsarbeit

Gestalttherapie trifft Aufstellungsarbeit

Verborgene Beziehungsdynamiken sichtbar machen

In einer Aufstellung geschieht oft etwas Überraschendes. Menschen nehmen Gefühle, Impulse oder Beziehungsmuster wahr, die sie sich zunächst nicht erklären können. Genau darin liegt die besondere Kraft der Aufstellungsarbeit.

Menschen handeln nicht nur aus dem, was sie bewusst wissen. Familiäre Prägungen, unbewusste Loyalitäten, Bindungserfahrungen und generationsübergreifende Muster beeinflussen Beziehungen oft stärker, als ihnen bewusst ist. Genau hier setzt die Gestalt-Systemische Aufstellungsarbeit an.

Die Weiterbildung verbindet die phänomenologische Haltung der Gestalttherapie mit systemischer Aufstellungsarbeit, tiefenpsychologischem Verständnis, Körperwahrnehmung und traumasensiblem Arbeiten. Sie vermittelt keine starren Regeln oder vorgegebenen Lösungsbilder. Stattdessen lernen Sie, Aufstellungen dialogisch, verantwortungsvoll und prozessorientiert zu leiten.

Die Ausbildung richtet sich an Gestalttherapeut*innen sowie an Therapeut*innen anderer humanistischer Verfahren, die ihr therapeutisches Repertoire erweitern möchten. Im Mittelpunkt stehen Wahrnehmung, therapeutische Haltung und professionelles Handwerk. Sie lernen, Aufstellungen im Einzelsetting und in Gruppen anzuleiten, Anliegen sorgfältig zu klären, komplexe Familiendynamiken zu verstehen und Aufstellungsprozesse sicher zu begleiten.

Ein besonderes Merkmal der Weiterbildung ist ihr praxisnahes Ausbildungskonzept. Jeder Ausbildungsblock verbindet einen offenen Aufstellungstag mit einem geschützten Vertiefungstag. Am Samstag erleben Sie reale Aufstellungsprozesse mit externen Klient*innen. Am Sonntag werden diese Erfahrungen gemeinsam reflektiert, theoretisch eingeordnet und methodisch vertieft. Dadurch entsteht ein unmittelbarer Bezug zwischen Praxis, Theorie und eigener Entwicklung.

Die Weiterbildung umfasst fünf individuell absolvierte Wochenendblöcke. Der Einstieg ist zu jedem Wochenende möglich. Nach fünf vollständig absolvierten Ausbildungswochenenden erhalten Sie Ihr Zertifikat.


Die fünf Ausbildungsbereiche

Modul 1 – Grundlagen und therapeutische Haltung

Sie entwickeln die phänomenologische Grundhaltung der Aufstellungsarbeit und lernen ihre historischen Wurzeln sowie zentrale systemische und gestalttherapeutische Konzepte kennen. Wahrnehmung, Resonanz, Nichtwissen und therapeutische Präsenz bilden das Fundament Ihrer späteren Leitungskompetenz.


Modul 2 – Das Handwerk der Aufstellungsleitung

Von der Anliegenklärung über die Auswahl der Stellvertretenden bis zum Abschluss einer Aufstellung lernen Sie den vollständigen therapeutischen Prozess kennen. Sie entwickeln Sicherheit darin, Interventionen situationsgerecht und verantwortungsvoll einzusetzen.


Modul 3 – Familiendynamiken, Trauma und transgenerationale Prozesse

Sie vertiefen Ihr Verständnis für Bindung, Loyalität, Schuld, Scham, generationsübergreifende Traumatisierungen und komplexe Familiensysteme. Dabei steht eine ethisch verantwortete und traumasensible Prozessbegleitung im Mittelpunkt.


Modul 4 – Aufstellungen in unterschiedlichen Settings

Sie erweitern Ihr methodisches Repertoire für Einzeltherapie, Gruppen, Paararbeit sowie Organisations- und Teamaufstellungen. Dabei lernen Sie unterschiedliche Aufstellungsformen flexibel an die jeweilige Fragestellung anzupassen.


Modul 5 – Integration, Supervision und persönlicher Leitungsstil

Sie verbinden Ihr bisheriges therapeutisches Wissen mit der Aufstellungsarbeit und entwickeln einen eigenen professionellen Leitungsstil. Eigene Praxisfälle, Supervision und intensive Reflexion unterstützen Sie dabei, die Methode sicher in Ihre therapeutische Arbeit zu integrieren.


FAQ

Was ist Gestalt-Systemische Aufstellungsarbeit?

Gestalt-Systemische Aufstellungsarbeit verbindet die dialogische Haltung der Gestalttherapie mit systemischer Aufstellungsarbeit, Körperwahrnehmung und phänomenologischer Prozessbegleitung. Ziel ist es, verborgene Beziehungsdynamiken sichtbar und therapeutisch bearbeitbar zu machen.


Für wen eignet sich die Weiterbildung?

Die Weiterbildung richtet sich an Gestalttherapeut*innen sowie Therapeut*innen anderer humanistischer Psychotherapieverfahren mit therapeutischer Grundausbildung und Berufserfahrung.


Brauche ich Vorkenntnisse in Aufstellungsarbeit?

Nein. Die Weiterbildung vermittelt die Methode von Grund auf. Vorausgesetzt wird jedoch therapeutische oder beraterische  Erfahrung und eine fundierte Ausbildung in einem humanistischen Verfahren.


Kann ich jederzeit beginnen?

Ja. Der Einstieg ist mit jedem Ausbildungswochenende möglich. Nach fünf vollständig absolvierten Wochenendblöcken erhalten Sie das Zertifikat.


Wie läuft ein Ausbildungswochenende ab?

Der Samstag ist ein offener Aufstellungstag mit externen Klient*innen. Die Ausbildungsteilnehmenden erleben reale Aufstellungsprozesse. Der Sonntag dient der Reflexion, Theorie, Selbsterfahrung und dem praktischen Üben innerhalb der Ausbildungsgruppe.


Kann ich Aufstellungen danach selbstständig leiten?

Die Weiterbildung vermittelt ein fundiertes Handwerkszeug und bereitet darauf vor, Aufstellungsarbeit verantwortungsvoll in die eigene therapeutische Praxis zu integrieren. Gleichzeitig versteht sie sich ausdrücklich als Einstieg in ein Praxisfeld, das durch Supervision und weitere Erfahrung vertieft wird.

Struktur der  Weiterbildung

Umfang     5 Wochenendseminare
Zeiten:       Samstag 09 – 18 Uhr, Sonntag 09 – 16 Uhr
Ort:            Hamburg

Seminartermine:

  1. 20.–21.03.27
  2. 24.–25.04.27
  3. 22.–23.05.27
  4. 26.–27.06.27
  5. 28.–29.08.27

Modul 1 – Grundlagen und therapeutische Haltung

Sie entwickeln die phänomenologische Grundhaltung der Aufstellungsarbeit und lernen ihre historischen Wurzeln sowie zentrale systemische und gestalttherapeutische Konzepte kennen. Wahrnehmung, Resonanz, Nichtwissen und therapeutische Präsenz bilden das Fundament Ihrer späteren Leitungskompetenz.

 

 

Modul 2 – Das Handwerk der Aufstellungsleitung

Von der Anliegenklärung über die Auswahl der Stellvertretenden bis zum Abschluss einer Aufstellung lernen Sie den vollständigen therapeutischen Prozess kennen. Sie entwickeln Sicherheit darin, Interventionen situationsgerecht und verantwortungsvoll einzusetzen.

 

Modul 3 – Familiendynamiken, Trauma und transgenerationale Prozesse

Sie vertiefen Ihr Verständnis für Bindung, Loyalität, Schuld, Scham, generationsübergreifende Traumatisierungen und komplexe Familiensysteme. Dabei steht eine ethisch verantwortete und traumasensible Prozessbegleitung im Mittelpunkt.

 

 

 

 

 

Modul 4 – Aufstellungen in unterschiedlichen Settings

Sie erweitern Ihr methodisches Repertoire für Einzeltherapie, Gruppen, Paararbeit sowie Organisations- und Teamaufstellungen. Dabei lernen Sie unterschiedliche Aufstellungsformen flexibel an die jeweilige Fragestellung anzupassen.

 

 

 

 

 

 

Modul 5 – Integration, Supervision und persönlicher Leitungsstil

Sie verbinden Ihr bisheriges therapeutisches Wissen mit der Aufstellungsarbeit und entwickeln einen eigenen professionellen Leitungsstil. Eigene Praxisfälle, Supervision und intensive Reflexion unterstützen Sie dabei, die Methode sicher in Ihre therapeutische Arbeit zu integrieren.

 

 

 

 

Rahmendaten
  • Dauer:6 Monate
  • Preis:330,00 Euro pro Seminar zzgl. Raumkosten
  • Ort:Hamburg
  • Termin(e):20.–21.03.27, 24.–25.04.27 , 22.–23.05.27, 26.–27.06.27, 28.–29.08.27
  • Zertifizierung:Abschlusszertifikat

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