Humanistische Handlungskonzepte in Betrieben und Institutionen

Gestaltansatz für Führungskräfte mit und ohne Vorgesetztenfunktion.

Gestaltansatz als handlungsleitende Vorgehensweise
Begleitung und Initiierung von persönlichen, sozialen, strukturellen und organisatorischen Veränderungsprozessen.

Gestaltorientiertes Arbeiten mit einzelnen Personen oder im Team bezieht sich nicht nur auf die Anwendung von Methoden und Techniken, sondern auch auf eine humane Art und Weise des Kontakts und der zwischenmenschlichen Begegnung. Authentizität, Wahrung von Integrität im Dialog, sowie ein angemessener Umgang mit Nähe und Distanz sind Grundlagen für einen sichereren und vertrauensvollen Umgang miteinander. Die Haltung fördert und unterstützt die Arbeitsfähigkeit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Eine akzeptierende Grundhaltung und eine flexible Kontaktgestaltung im kollegialen Umfeld unterstützt die Motivation, das Zusammengehörigkeitsgefühl, das Leistungsverhalten und die Identifikation mit der Institution oder Organisation.

Mitarbeiter mit Führungsaufgaben mit und ohne Vorgesetztenfunktion sind diversen positiven als auch negativen Einflüssen und Erwartungen und Anforderungen ausgesetzt. Häufig gilt es zwischen Person und Funktion zu unterscheiden, um mit Anforderungen und Erwartungen adäquat umzugehen. Wesentlich dabei ist, die eigenen Grenzen ernst zu nehmen und nicht über die eigene Grenze oder die der anderen hinwegzu”führen”.

Um sich allen persönlichen und fachlichen Aufgaben insbesondere in Zeiten stetig wachsender Herausforderungen und struktureller Veränderungen anzunähern und neuen Anforderungen gerecht zu werden, gehört auch die Bereitschaft, die eigenen Grenzen wahrzunehmen und sich stetig weiterzuentwickeln. Das bedeutet auch, angemessene Kritik zu äußern und mit Kritik konstruktiv umzugehen.

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Die Weiterbildung richtet sich an:

Führungskräfte mit und ohne Vorgesetztenfunktion und Personen, die an der Begleitung und Initiierung von persönlichen, sozialen, strukturellen und organisatorischen Veränderungsprozessen beteiligt sind.

  • der Gestaltansatz ist ein internationales, kreatives, mehrperspektivisches, ganzheitliches und modernes Verfahren
  • basiert auf einer humanistischen und phänomenologischen Grundlage
  • ist an der Wirklichkeit (wie etwas ist) orientiert und nicht an vordergründigen psychologischen Interpretationen
  • bietet vielfältige situationsangemessene und kreative Lösungen
  • wirkt und bildet langfristig und ist mehr als Techniken und Methoden

Allgemeine und persönliche Situationen in den unterschiedlichen Arbeitswelten werden mittels Selbsterfahrung praktisch gelernt, Handlungskonzepte anhand angeleiteter Praxis erfahren, erprobt, angewendet und Erklärungsmodelle für das eigene Tun vorgestellt.

Im Grundkurs erhalten die Teilnehmenden einen umfassenden Einblick über die Möglichkeiten des Gestaltansatzes auf der Basis von Selbsterfahrung, Theorie und Praxis, sowie Handlungskonzepte für gestaltorientierte Vorgehensweisen. Der Grundkurs ist in sich abgeschlossen und wird entsprechend testiert. Der Grundkurs kann auch als Baustein für eine weiterführende aufbauende Weiterbildung in Beratung, Coaching, Psychotherapie oder Supervision genutzt werden.

Struktur der Weiterbildung

1. Schau ich aus dem Fenster oder in den Spiegel?

Selbst- und Fremdwahrnehmung, Umgang mit eigenen Gefühlen und den Gefühlen anderer, Prozesse personaler Regression und personaler Emanzipation verstehen, sich einlassen, Abstand nehmen und die “Mitte” finden. Leibliche Resonanzen und gemeinsames Spüren, Empathie und Intuition. Erfassen nonverbaler Kommunikation und Stimmungen, Einführung in gestaltorientierte Basiskonzepte.

 

 

 

2. Wie ich meinen Halt im Rhythmus von Spannung und Entspannung finden kann

Den Rhythmus zwischen Engung (Anspannung, Stress, Leistung) und Weitung (Entspannung, Wertschätzung, Selbstwirksamkeit) in Balance bringen. In Polaritäten denken.
Einführung in Imaginations- und Entspannungs- sowie Zentrierungs- und Achtsamkeitstechniken, Einbeziehung von Körper-/Leibbewusstsein, Resonanzen spüren, Körperbildern, Formen der Selbstunterstützung, Gesundheitsförderung und Resilienz steigern.

 

 

3. Meinen Strategien im Kontakt auf die Spur kommen

Beziehung und Beziehungsgestaltung, Kontaktprozess und Grenzbildung, Bewältigungsstrategien im Kontakt, Themen im Umgang mit Nähe und Distanz, Beziehung, Bindung, Abhängigkeit, Festhalten-Loslassen, Einbeziehung von Gestaltpsychologie, Neuer Phänomenologie und systematische Handlungs- und Erklärungsmodelle für kommunikative Prozesse unter Einbeziehung anderer humanistischer Verfahren.

 

 

 

4. Wie ich den Überblick behalte und nicht in Details versinke

Ganzheitliches Erfassen von Situationen durch Reduktion von Komplexität, nonverbaler Möglichkeiten des Ausdrucks, erfahrungsbezogene Anwendung kreativer Medien (Farbe, Ton, Seile, Steine und andere Materialien) und Methoden und Techniken. Erfahrungsorientierte, existentielle und experimentelle Ausrichtung, Eindruck und Ausdruck der Person, des Teams, der Organisation als Diagnose und Grundlage für Entwicklungsvorstellungen.
Erfassen und Einordnen von Lebensthemen und Lebensszenen, Inszenierungstechniken, Experimente, Theaterspiel, Rollenspiel.

 

 

5. Wie kann ich Veränderungen im Fluss der Zeit aktiv mitgestalten

Zielorientierte oder aufgabenorientierte Gespräche, Mitarbeitergespräche, vermitteln zwischen den Hierarchien, Personalberatung, Veränderungskatalysator sein, Arbeitskarrieren begleiten, Leistungspanoramen erstellen, Selbstwirksamkeit fördern. Leistungsförderung durch Weiterbildung. Eigene Erwartungshaltung, Druckmuster, Vermeidungsanlässe mit Vorgesetzten, Wirtschaftsbeteiligten und Kunden erkennen. Flexibilität entwickeln, Situationsangemessenes Mitwachsen durch kreative Anpassung und kreative Veränderung als Person im Team und in der Organisation.

 

 

6. Wie aus Krisen Chancen werden können

Umgang mit aktuellen Konflikten, Enttäuschungen, Verlusten, Burn-out, Abwertungen, Kränkungen, Mobbing und Krisen.
Prozessorientierte Begleitung von regressiven Prozessen in besonderen Lebensumständen wie z. B. Krankheiten, Verlust, familiären Situationen. Vordergrund und Hintergrund.
In der Begleitung emotional mitschwingen ohne mitzuleiden. Haltgebende Interventionen, Handlungsmöglichkeiten erarbeiten.
Die Integrität der Person wahren, Zuwendung ohne Abwertung, um Vertrauen und Selbstvertrauen zu stärken, Bindungen aufbauen.

 

 

7. Was tun – wenn es scheinbar nicht mehr weiter geht

Konfliktmanagement mit Personen mit psychischen Problemen und Persönlichkeitsstörungen, z. B.: Alkoholismus, Narzissmus, Borderline, Depression, usw. Diagnostische Blickwinkel und Strategien des Umgangs. Wie wirken und zeigen sich diese Störungen bei Personen, atmosphärische Wirkungen, Dynamiken und Auswirkungen bei Mitarbeitern, im Team, bei Vorgesetzten und Beratern. Persönliche, situative und systemische Konfliktebenen erkennen, thematisieren und managen, Möglichkeiten des Umgangs, Grenzen und emotionaler Selbstschutz.

8. Wer hat welchen Hut auf ?

Institutionen mit ihren Regeln und Funktionen verstehen, Organsiationsbewusstsein, unterscheiden zwischen formalen, funktionalen und inhaltlichen Aufgaben, Verantwortung aus der Funktion, Formen der Zusammenarbeit, Umgang mit Transparenz, Kommunikation innerhalb einer hierarchischen Organisation. Kommunikation nach innen und außen, Bildung von Entscheidungsnetzwerken oder Informationsnetzwerken, Formen des Feedbacks, Prozesse beenden, Seminarabschluss.

 

 

Struktur der Weiterbildung

Die Weiterbildung erstreckt sich über 12 Monate und beinhaltet zusätzlich frei planbare Peergruppen-Treffen zur Intensivierung und zum Training der erlernten Kompetenzen.

7     2-Tagesseminare
1      5-Tagesseminar

Ort: Hamburg
Kosten: 395,00 Euro pro Seminar
Termine: auf Anfrage
Abschluss:  Zertifikat
Team: Friedhelm MatthiesBeatrice Havenstein, Claudia Feller, Andreas Blase, Dagmar Lerch

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Humanistische Handlungskonzete in Betrieben und Institutionen
Rahmendaten
  • Dauer:1 Jahr
  • Preis:395,00 Euro pro Seminar
  • Ort:Hamburg
  • Zertifizierung:

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