Gestaltorientierte Paartherapie

„Die Kunst der Paartherapie“

Paartherapie ist gefragt wie nie: Immer mehr Menschen entschließen sich heute, bei Beziehungsproblemen therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Für die überwältigende Mehrheit der Menschen ist eine glückliche und stabile Partnerschaft ein wesentliches Lebensziel und eine der wichtigsten Voraussetzungen für Lebensglück.
Die Paartherapie befasst sich mit den wiederholten, oft scheiternden Bemühungen der Partner, ihre Beziehungen zueinander sinnhaft, erfüllend und gegenseitig befriedigend zu gestalten. Alle Infos zu dieser Weiterbildung als Download (PDF).

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Da Paare in einer Phase der Verzweiflung, der Krise oder dem totalem Chaos zu uns kommen, ist es uns wichtig, Ihnen in der Weiterbildung ein therapeutisches Handwerkzeug an die Hand zu geben, das Ihnen Struktur und Sicherheit gibt.
Wir möchten Sie neugierig machen auf „die Welt der Paartherapie“, Ihnen den Mut geben sich immer wieder offen auf Ihre Paare einzulassen und Sie mit Professionalität und Humorzu begleiten.
Unser Konzept richtet sich nach den Ansätzen der Gestalttherapie (Perls) und der Emotionsfokussierten Paartherapie (Sue Johnson).
Wir geben eine Übersicht von verschiedenen Kommunikations- und Beratungskonzepten (Rogers, Schnarch, Willi, u.a.) und verbinden dies mit erlebnisaktivierenden Methoden (kreative Medien wie Rollenspiel, Aufstellungen, Panoramen, Szenenarbeit…)
In der Gruppe und in Kleingruppen werden Techniken und Darstellungen zum Einüben und Ausprobieren des therapeutischen Handelns, Selbsterfahrungsbezogen angewandt.
Anhand vieler Übungsbeispiele am konkreten Fall (hierzu zeigen wir auch Videoaufzeichnungen aus Live-Sitzungen) erleben Sie praxisnahe Paartherapie.

Aufnahmekriterien
Die Weiterbildung richtet sich an Personen die bereits über eine abgeschlossene therapeutische oder beraterische Ausbildung verfügen. Die bereits paartherapeutisch arbeiten und ihren Erfahrungsschatz erweitern wollen und an Personen, die Interesse an paartherapeutischer Arbeit haben.

Alle Seminare verfolgen das Ziel ein Basiswissen über die Paartherapie zu vermitteln, die Methoden in Selbsterfahrung zu erleben, praktisch zu erproben, um sie dann im Berufsfeld einzusetzen.
In den Zeiten zwischen den Seminaren treffen sich die Teilnehmer/innen einmal in Peer-Groups, des weiteren sollen 5 Paarberatungen unter Supervision durchgeführt werden.

Gruppengröße
16 Teilnehmer. Es wird ein ausgewogenes Verhältnis von Männern und Frauen angestrebt.

Abschluss Kolloquium

Zertifikat Paartherapeut/Paartherapeutin

Struktur der  Weiterbildung

1.  Wenn die Herzen plötzlich unterschiedlich schlagen

  • Erstkontakt, therapeutischer Rahmen, Sitzungen strukturieren
  • Auftragsklärung, Motivation und Energie, (gestaltorientierte Fragestellungen, Paaraufstellung)
  • Stimmung, Atmosphäre, Resonanzen – in Kontakt mit allen Sinnen,
    dass eigene Gespür nutzen (Kontakt im Jetzt)
  • Führen und Folgen, Moderation und Prozessbegleitung (Beratungsansätze)
  • Die Balance der Aufmerksamkeit, vom Monolog zum Dialog zum Trialog
  • Wertschätzung spiegeln, positive Momente verstärken und in den Vordergrund holen

03.11.-04.11.2017

2. Wenn Paare mit unterschiedlichen subjektiven Wirklichkeiten ihre gemeinsame  Welt verlieren

  • Emotionsgeladene Themen „wenn es hitzig wird“ (EFT, Paardialog entschleunigen)
  • Vom Thema, zum Beispiel, zum Vorwurf, Muster erkennen und verstehen als Ressource des Ich und Du (EFT, Interaktionszyklen)
  • Paardynamiken, wenn die Fähigkeit zu antworten fehlt (z.B. Sucht, Persönlichkeitsstile),
    wann ist Paartherapie kontraindiziert (Kontaktstörungen)
  • Polaritäten, verbindendes und trennendes z.B. Autonomie-Abhängigkeit (Selbstregulation)

19.01.-20.01.2018

3.  Wenn Muster in der Paardynamik als unzumutbares Programm wirken

  • Methoden, Interventionen und Theorie verschiedener Konzepte
  • der Kommunikation zur Wiederherstellung der Dialogfähigkeit
  • zur Förderung von eigenen und gegenseitigen Verständnis
    die Paaren helfen die emotionale Wirkung aufeinander zu erkennen
  • Perspektivenwechsel, Fokussieren auf Veränderung (gestaltorientierte Grundlage)

23.02.-24.02.2018

4. Wenn der Hintergrund der persönlichen Geschichte und Persönlichkeitsstile den gemeinsamen Weg beeinträchtigen

  • Ein Gespür der eigenen, inneren Welt entwickeln
    vergrabene Emotionen und/oder neue Emotionen erkunden und benennen
  • den verletzten Kern im Hier und Jetzt erspüren und benennen
    Bindungsmomente, sich vom Anderen berühren lassen (Perspektivenwechsel)
  • Konkrete Bedürfnisse und Wünsche an den Partner wenden
  • Alte Bindungsverletzungen und Ängste aus der Kindheit –
  • Einbeziehung der Biographie
  • Innere Muster, Glaubenssätze – Trigger in der Paardynamik

2018

5. Wenn Werte und Beziehungsvorstellungen des Paares den/die Therapeuten/in überfordern

  • Meine Beziehungserfahrungen als Spiegelbild meiner therapeutischen Haltung
  • Persönliche Ressourcen erkenn und professionell einsetzen
  • Selbsterfahrung und Selbstreflexion zur beruflichen Identität
  • Selbstverständnis, Erfüllung meiner individuellen Rolle
  • Meine Werte vs. Werte des Paares, sich begegnen mit Respekt und Neugier
  • Selbstfürsorge und Psychohygiene (Burnout Prophylaxe)

2018

6. Wenn die Lust zur Last wird

  • Mit Paaren über Sexualität sprechen
  • Die eigene sexuelle Identität
  • Sexualität in der Paartherapie
  • die häufigsten sexuellen Schwierigkeiten in der Paartherapie
  • Sexuelle Funktionsstörungen und sexualtherapeutische Verfahren

2018

7. Wenn die Zukunft fraglich wird und das “wir” verloren geht

  • Begrenzungen, wenn Beratungen stagnieren – Muster die sich nicht lösen lassen (Gestaltansatz)
  • „Jetzt reicht’s – was denn noch?“, innere Kontoführung, unerfüllte Erwartungen, tiefe Verletzungen
  • Die Erkenntnis im Hier und Jetzt – wenn das Glück der Beziehung die Selbstaufgabe fordert, (am Beispiel Eifersucht)
  • Scheiternde Beratungen, als Paar und Therapeut
  • Entlieben, loslassen und trennen

2018

8.  Wie Wege und Richtungen zum Verzeihen und Versöhnen sich öffnen können und Beziehungen heilen

  • Altes und Neues gestalten, Rituale in den Alltag integrieren
  • die Rückfallprophylaxe (Erste Hilfe Koffer)
  • Ohne Schuld Lieben – versöhnen und verzeihen
  • Zukunftspläne und Visionen (Aspekte Panorama)
  • die persönliche paartherapeutische Haltung:
  • Reflexion, Entwicklung, Ressourcen und Visionen

2018

Rahmendaten
  • Dauer:1 Jahr
  • Preis:280 EUR je Seminar
  • Ort:Hamburg
  • Termin(e):03.11.-04.11.2017
Fachbereich
Paartherapie

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